Kultur/Geschichte - Dorfgeschichte - Die Anfänge der Besiedlung

Die Anfänge der Besiedlung

mercator-150Die Besiedlung des Oberbergischen setzte im Vergleich zur Kölner Bucht und der Westfälischen Tiefebene erst relativ spät ein. Die naturräumlichen Bedingungen einer regenreichen und sonnenarmen, zerklüfteten Mittelgebirgslandschaft mit versumpften Tälern und bewaldeten Höhen machten das Oberbergische nicht gerade zu einem attraktiven Ort für eine dauerhafte menschliche Besiedlung.

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Die Herrschaft im Bergischen

grafbergNachdem die Besiedlung des Oberbergischen schon weit fortgeschritten war, folgte zu Beginn des letzten Jahrtausends bis zum Ende des Interregnum (kaiserlose Zeit) im Jahre 1273 eine Epoche der deutschen Geschichte, in der sich Gaugrafen, Pfalzgrafen, Landgrafen, Markgrafen, Herzöge und Erzbischöfe um ihre Besitz- und Hoheitsrechte stritten. Hierdurch wurde auch die Geschichte des Wiehl-Berglandes stark beeinflusst.

 

 

Die Entstehung unseres Dorfes

Die Entstehung unseres Dorfes lag also in der Zeit der großen Rodungen (9. - 13. Jahrhundert); eine genauere zeitliche Eingrenzung ist kaum möglich. Da aber der Kirchturm seiner romanischen Bauart nach aus dem 12. Jahrhundert stammt, ist anzunehmen, dass sich die ersten Bewohner bereits vor dem Jahr 1200 ansiedelten.

Die Bevölkerungsschichten des Mittelalters

Die Bevölkerung der späteren Herrschaft Homburg, zu der Marienhagen gehörte, setzte sich aus 3 Hauptgruppen zusammen:

 

An der Spitze der sozialen Hierarchie standen die meist adeligen Lehens-, Dienst- bzw. Amtsleute, die ursprünglich von allen Abgaben und Diensten befreit waren. Als Gegenleistung waren sie jedoch ihrem Lehens- bzw. Dienstherren zur Heeresfolge, also zum Kriegsdienst verpflichtet.

Das Johanniterordenshaus Marienhagen

johanniter16jhSeine geschichtliche Bedeutung hat Marienhagen unbestritten dem Johanniterorden zu verdanken, der dort jahrhundertelang eine Niederlassung besaß. Infolge der Kreuzzüge entstanden die drei geistlichen Ritterorden; zuerst im Jahre 1112 der Johanniterorden, dann 1119 der Tempelorden und etwas später (1190) der deutsche Ritterorden. Diese Vereinigungen von Rittern wollten durch die Ausbreitung des Christentums, durch Urbarmachung bisher unbebauter Heide- und Waldgebiete ein Gott wohlgefälliges Werk verrichten. Sie selbst nahmen sich vor, durch ein tugendhaftes Leben ein Vorbild für viele zu werden.

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Marienhagen, ein befestigter Ort

Über das Aussehen des Ortes Marienhagen in mittelalterlicher Zeit können wir uns aus den wenigen Überlieferungen, die in den Kirchenakten enthalten sind, ein ungefähres Bild machen. Aus den Ortsbezeichnungen „Am Dorftor“, „An der Dorfmauer“, „Am Dorfzaun“ lässt sich erkennen, dass der Ort befestigt war.

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Die Reformation in Marienhagen und der Wegzug der Johanniter

Die Reformation wurde in Marienhagen gleichzeitig mit den übrigen Kirchengemeinden des Homburgischen in der Zeit von 1568 - 1570 eingeführt. Die Gemeinde wurde zunächst lutherisch.

 

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